Marokko 2025/2026

Ausflug in den Hohen-Atlas

Es geht weiter nach Norden. Wir verlassen den Anti-Atlas und fahren über eine Passstraße nach Taroudannt. Der Ort liegt in einer Ebene zu Fuße des Hohen-Atlas Gebirges. Bei der Anfahrt sehen wir schon von weitem die schneebedeckten Gipfel des Gebirgszuges.

Wir haben einen Campingplatz in der Nähe der Stadt gefunden. Von hier aus machen wir eine Mopedtour, die uns ein Stück weit in den Hohen Atlas führt. Es geht auf einer engen Straße ins Gebirge. Wir schlängeln uns durch eine atemraubende Landschaft. Die Straße folgt einem Tal das der Fluss über die letzten Jahrtausende gegraben hat. Immer wieder sehen wir Dörfer, die sich an den Fels schmiegen oder direkt am Fluss liegen. Es gibt Abschnitte wo das Tal breiter ist, dort gibt es eine üppige Vegetation und Landwirtschaft.

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Die Regenfälle der letzten Wochen haben auch hier ihre Spuren hinterlassen. Immer wieder liegen größere Steine auf der Straße, große Felsbrocken wurden schon provisorisch auf die Seite geschoben. Manche haben großen Schaden angerichtet.

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Auf 1.500 Meter Höhe ist Schluss mit der Straße, wir kommen in einem Dorf an und sind mal wieder erstaunt, wie die Menschen hier leben und arbeiten.

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Auf dem Rückweg wollen wir auf halber Strecke einen anderen Weg einschlagen. Allerdings müssen wir dieses Vorhaben schnell aufgeben. Nach drei Kurven endet die sowieso schon abenteuerliche Straße an einem Fluss. Wir können erkennen, dass es auf der anderen Seite mit dem Weg weitergeht, aber an eine Passage ist selbst mit unserer Kati nicht zu denken. Die Aufräumarbeiten sind hier noch nicht weit genug fortgeschritten. Vermutlich ist diese Strecke für die Anwohner nicht so wichtig.

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Auf dem Heimweg kaufen wir auf einem Markt noch ein paar Datteln.

Eigentlich wollten wir Brot kaufen, das gab es aber nicht. Ein paar Straßen weiter finden wir dann doch noch einen Bäcker. Als wir wieder losfahren wollen, machen zwei Jungs (10-12 Jahre alt) auf sich aufmerksam. Einer zeigt auf eine Uhr (Rolex-Imitat), die er an seinem Handgelenk trägt und macht deutlich, dass wir dieses „Schnäppchen“ kaufen können. Ich zeige im meine Armbanduhr und mache ihm klar, dass ich kein Interesse habe. Nachdem ich den Motor unserer Kati gestartet habe, machen die beiden eine Handbewegung, dass ich ordentlich Gas geben soll. Wir tun ihnen den Gefallen und schrauben die Drehzahl im Leerlauf zwei drei mal auf 6.000 Touren hoch. Dann hatten sie wenigstens ihren Spaß mit uns, wenn auch kein Geschäft zu machen war.